Januar 13, 2025

Eine Lücke Schliessen: Wie junge Menschen wieder die Natur entdecken

Vor zehn Jahren habe ich mich mit meiner Mutter Isabelle auf einen Weg begeben, der einer einfachen Erkenntnis folgte. Ein Klassenkamerad hatte kühn behauptet, dass alles Fleisch aus dem Supermarkt stamme. Ich war verblüfft. Zum einen, weil es mir in ulkiger Weise naiv vorkam, zum anderen, weil ich das Glück hatte, auf einer Farm aufzuwachsen, umgeben von Natur und zwei Berufsjägern. Diese scheinbar ahnungslose Bemerkung wurde die Grundlage für ein Projekt, das uns sehr am Herzen liegt: die Jugend zurück zur Natur zu bringen.
Januar 13, 2025

Mit einem alten Hasen auf der Jagd

Der Springbock stand uns zugewandt in einer Entfernung von etwas mehr als 200 Metern. Seine beeindruckenden Hörner zeichneten sich deutlich vor dem Hintergrund von gelbem Gras und Granitfelsen ab. Mein Sohn Chris hielt das 30-06 Ruger Hawkeye Gewehr stabil auf den Stöcken, und Robin verlieh mit seiner linken Schulter zusätzlichen Halt. Sein abgewetzter Schlapphut schützte seine Augen vor den schräg einfallenden Sonnenstrahlen. Es war kurz nach 10.00 Uhr. Seit dem frühen Morgen hatten wir verschiedene Gruppen von Springböcken verfolgt.
Januar 13, 2025

Im Kreuzfeuer: Der Kampf um die afrikanischen Wildhunde in Namibia

In Namibia findet der Kampf um das Überleben des Afrikanischen Wildhundes (auch als Hyänenhund bekannt) in einem Umfeld statt, das vom Kalahari African Wild Dog Conservation Project als ein „Kriegsgebiet“ bezeichnet wird.. Farmer, die um ihren Viehbestand fürchten, behelfen sich oft damit, diese bedrohten Tiere zu töten.
Januar 13, 2025

Würdig genug?

Ich liebe die beißende Kälte des Morgens, den spröden Raureif unter meinen Stiefeln, die atemlose Klarheit des Himmels. Wenn alles dies in perfekter Harmonie zusammenkommt, könnte es einen Moment ergeben, in dem eine Kudujagd beginnt. Ich fühle mich geformt durch diese massive Hypnose, dieses Verstummen des menschlichen Dramas.
Januar 13, 2025

Sich durch das Safari-Erlebnis navigieren: Jagdgastetikette

Oftmals geht es für die Jagdgäste nicht so gut aus. Tiere werden verwundet und aus dem Blickfeld verloren, oder sie werden trotz Nachsuche nie gefunden. Der Berufsjäger wird beschuldigt und nimmt häufig die Schuld auch auf sich, obwohl er in keiner Weise dafür verantwortlich ist.
Januar 13, 2025

Die Erkenntnisse eines Jägers über Natur, Tradition und Naturschutz

Bei einer früheren Jagd in dieser Saison hatten wir aus einiger Entfernung beobachtet, wie ein Leopard (wir hatten auf dieser Safari vier Leoparden-Sichtungen am helllichten Tag) versucht hatte, einen jungen Pavian auf dem Granitrücken zu fangen, auf dem wir jetzt saßen. Als die anderen Paviane merkten, was geschah, drehten sie den Spieß um und jagten den Leoparden zwischen den Felsblöcken und Spalten umher. Es war ein gewaltiger Tumult mit viel Pavian-Gezeter und Leoparden-Geknurre.
Januar 14, 2025

Das Wesen der Jagd

In Namibia aufgewachsen, umgeben von rauen Landschaften und einer reichen Tierwelt, habe ich schon immer die Natur geliebt und mich für den Naturschutz begeistert. Diese Liebe zur Natur hat mich zum Geschichtenerzählen gebracht, mit den Schwerpunkten Reisen, Tourismus, Naturschutz und natürlich der Jagd. Da ich die Chefredakteurin eines Jagdmagazins bin, das verantwortungsvolle Jagdpraktiken heraushebt, war es selbstverständlich, dass ich eine richtige Trophäenjagd aus erster Hand erleben sollte.
Januar 14, 2025

Bis zuletzt ein wahrer Jäger

Ich habe Felix noch wenige Tage vor seiner Abreise nach Kamerun getroffen, als er mit schwedischen Jagdgästen vom Camp meines Sohnes aus auf Ameib jagte. Auf der niedrigen Balustrade der Veranda vor dem Büro meiner Frau am Ameib Gästehaus in unkomplizierter Weise so typisch für Felix zusammensitzend, die Füße baumeln lassend und erzählend – natürlich über die Jagd – bemerkte Felix, dass er diesmal selbst einen Bongo in Kamerun jagen würde. Damals konnte niemand von uns ahnen, dass dies das letzte Mal sein würde, Zeit mit diesem lieben Freund zu verbringen.
Januar 14, 2025

In Gedenken an Royston

Royston Wright, ein engagierter Naturschützer und Verfechter der nachhaltigen Jagd, ist am 4. Februar 2024 unerwartet verstorben. Er hinterlässt ein Vermächtnis von Ausbildung, Leidenschaft und Engagement für Namibias Tierwelt. Mehr als 20 Jahre lang hat Royston durch seine Arbeit mit SCI International, SCI Alaska, dem Namibia Tourism Board und dem Verband der Berufsjäger in Namibia (NAPHA) seine unauslöschlichen Spuren in der Naturschutz- und Jagdgemeinschaft hinterlassen.
Januar 14, 2025

Löwenjagd im rauen Nordwesten

Es bot sich die Gelegenheit, im Torra-Hegegebiet im Nordwesten Namibias einen Trophäenlöwen zu jagen. Seit einigen Jahren nahm der Löwenbestand in dieser Gegend zu, und damit verschärfte sich der Konflikt zwischen Mensch und Tier. Das Ministerium für Umwelt und Tourismus bot Berufsjägern an, die Problemtiere zu jagen, anstatt zu riskieren, dass kommunale Farmer ganze Rudel vergiften, weil sie ihr Vieh verlieren.
Januar 14, 2025

50 Jahre NAPHA

Seit fünfzig Jahren steht die Berufsjägervereinigung von Namibia (NAPHA) wie ein Leuchtfeuer für ethische Jagd, Naturschutz und Gemeinschaft. Dieses goldene Jubiläum ist ein bedeutender Meilenstein auf einem Weg, der von Hingabe an das Land, Respekt für die Tierwelt und der Bewahrung von Namibias einzigartigem Jagderbe geprägt ist. Seit ihrer Gründung hat die NAPHA eine Aufgabe verfolgt, die weit über die Jagd hinausreicht: Es geht ihr um die Verantwortung für das Land, den kulturellen Respekt und die tiefe Beziehung zwischen Mensch und Natur.
Januar 14, 2025

Perspektiven der afrikanischen Jagd

Jedes Loblied, das auf Afrika gesungen wird, ist wohlverdient. Eine frei wiedergegebene Äußerung des britischen Naturwissenschaftlers William Burchell fasst es vielleicht am treffendsten zusammen: „Um die unbeschreiblichen Empfindungen begreifen zu können, muss man Afrikas Luft selbst geatmet haben.“ Worte sind ein dürftiger Versuch, Bilder von Büffeln, die aus dem Schilf brechen, oder von unübertrefflich leuchtenden Sonnenuntergängen, vor dem geistigen Auge derer zu erwecken, denen es noch nicht vergönnt war, den Kontinent zu betreten.
Dezember 11, 2025

Dem Getöse entgegenlaufen

Das Brummen des Kleinflugzeugs ging mir durch Mark und Bein. Jede Vibration fühlte sich wie verstärkt an, jede Unebenheit hier oben war eine weitere Mahnung, wie zerbrechlich wir Menschen doch sind, wenn der Boden unter unseren Füßen verschwindet. Mein Mann saß am Steuer, ruhig und gelassen wie immer – in der Luft, auf der Jagd und im Leben.
Dezember 12, 2025

Wenn der Kudu

Als Elzanne kurz vor Redaktionsschluss für die neue HuntiNamibia Ausgabe mit der Bitte um einen Beitrag an mich herantrat, war ich zögerlich. Zum einen hatte die bisherige Jagdsaison nichts wirklich Nennenswertes gebracht, zum anderen glaube ich nach nunmehr einem Vierteljahrhundert des Mitwirkens an dieser Publikation, dass, um nicht langweilig zu werden, es langsam genug ist. Ich entgegnete deshalb: „Ich habe derzeit nichts in petto. Allerdings habe ich Ende September noch eine Jagd, sollte diese Safari etwas berichtenswertes bringen, melde ich mich.“
Dezember 12, 2025

Abenteuer Wildnisjagd

Erstaunlich klar und greifbar kann ich im Nachhinein den Moment benennen, der der beeindruckendste und bewegendste meiner Safari in die Nyae Nyae-Conservancy gewesen ist. Es war nicht der Augenblick, als ich nach drei Tagen unterbrochenen Reisens den Baobab, um den sich das Camp gruppiert, endlich im frühen Abendlicht aufleuchten sehe. Weder das Herantreten an das so lange erträumte Wild und auch nicht der immer schwerer werdende Abschied aus diesem mittlerweile geliebten Land ist mir so in Erinnerung wie die Gesichter der Ju/'Hoansi-Kinder, als sie unseren schwer beladenen Land Cruiser auf ihre kleine Siedlung einschwenken sehen. Einer der Jungen hat uns ein klein wenig früher entdeckt als seine Freunde, er zeigt aufgeregt in unsere Richtung, packt den nächststehenden Freund am Arm und springt vor Freude in die Luft.
Dezember 12, 2025

TAFELRUNDE IN NAMIBIA

Intensive Momente in der Natur erleben, körperliche Anstrengungen und Entbehrungen als Herausforderung anzunehmen, um die Jagd in einer Art und Weise erfahren zu können, wie sie in deutschen Revieren heute kaum noch möglich ist. Das war die Triebfeder für meinen Jagdkameraden Holger und mich, nach Namibia zu reisen.
Dezember 12, 2025

Teamarbeitist der Schlüsselzum Erfolg

Es gibt zahlreiche Geschichten über die großen Springbockwanderungen (oder Trecks), die gegen Ende des 19. Jahrhunderts im einstigen Freistaat in Südafrika und in der Karoo stattgefunden haben. Tausende von Springböcken waren unterwegs und bildeten Herden von mehreren Kilometern Breite. Farmer und Jäger jener Zeit berichteten, dass sie ihren Pferden die Sporen gaben, um den Massen von „Treckböcken“ auszuweichen. In Lawrence Greens Buch Karoo wird eine Begebenheit geschildert, wie der Karoo-Farmer Gert van der Merwe mit Hilfe seiner Hirten und eines Khoi-Wagenführers seine Schafe und Rinder von einer Weidefläche zur nächsten trieb. „Die Treckböcke sind unterwegs, und wir werden zu Tode getrampelt, wenn wir im Flussbett bleiben“, warnte der Wagenführer, als in der Ferne nur eine Staubwolke zu sehen war. Sofort begannen sie, Dornenzäune um den Wagen und die Zugochsen zu errichten. Gert berichtete, die Staubwolke sei so dicht gewesen, dass man kaum atmen konnte. Seine Frau deckte die Kinder verzweifelt mit Decken zu, um sie vor dem Ersticken zu bewahren. Es dauerte etwa eine Stunde, bis der Großteil der Herde vorbeigezogen war. Danach waren Nachzügler und verletzte Tiere noch eine ganze Zeitlang bemüht, aufzuschließen. Erosionsrinnen im Veld füllten sich mit toten Springböcken.
Dezember 12, 2025

Namibia sollte als erstesLand in Afrika auf bleifreieMunition bestehen

Der Weißrückengeier J151 sollte ein Botschafter für Namibia sein. Denn zum Schutz von Natur und Mensch wird Namibia als erstes afrikanisches Land Bleimunition verbieten. Alle in Namibia bekannten Geierarten sind entweder als Brutvögel ausgestorben (Schmutzgeier), vom Aussterben bedroht (Kapgeier), stark gefährdet (Kappengeier, Weißrückengeier) oder gefährdet (Ohrengeier, Wollkopfgeier). Zahlreiche Faktoren haben zum Rückgang der Geierpopulationen in Namibia, in der Region und insgesamt in Afrika geführt. Habitatverlust, Störungen, Gift und illegale Tötung sind die Hauptursachen. Bleivergiftung durch Munition ist erst kürzlich als ein weiterer gefährlicher Faktor identifiziert worden, der zum Schwinden dieser wertvollen Vögel beiträgt.
Dezember 12, 2025

Namibias raue Schönheit

Manchmal, wenn du eine Rede hörst, dringen die Worte tief in dich ein und verändern die eigene Sicht auf das Vertraute. So erging es mir, als Kai-Uwe Denker auf der letzten Jahreshauptversammlung der NAPHA über die Jagd in Namibia sprach. Seine Worte waren keine polierten Marketingfloskeln oder Argumente zur Verteidigung der Bedeutung der Jagd. Stattdessen sprach er über Wildnis, Authentizität und darüber, was es wirklich bedeutet, Namibia für die Welt zu porträtieren.